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Schmerztherapie
Gegen die Schmerzen bei rheumatoider Arthritis
Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente wirken sehr schnell gegen den Schmerz und die Schwellung. Im Gegensatz zu den Basismedikamenten beeinflussen sie den Krankheitsverlauf der rheumatoiden Arthritis aber nicht.
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Antirheumatika
Bei Schmerzen werden in erster Linie Antirheumatika eingesetzt. Das sind Medikamente, die den Schmerz lindern und gleichzeitig auch die Entzündung unterdrücken. Oft nennt man diese Medikamente auch Nichtsteroidale Antirheumatika oder abgekürzt NSAR. Das bedeutet "übersetzt", dass es sich um kortisonfreie entzündungshemmende Medikamente handelt. Antirheumatika werden nicht nur bei rheumatischen Erkrankungen verordnet, sondern kommen auch bei vielen anderen schmerzhaften Krankheiten zum Einsatz.
Wie wirken Antirheumatika?
Antirheumatika hemmen die Bildung von Prostaglandinen. Prostaglandine sind Botenstoffe, die im Körper vielfältige Aufgaben erfüllen. Bestimmte Prostaglandine spielen z. B. bei der Entstehung von Schmerzen, Entzündungen und Schwellungen eine wichtige Rolle. Andere Prostaglandine haben wichtige Schutzfunktionen, z. B. bewahren sie die Schleimhäute des Magens und des Zwölffingerdarms vor der aggressiven Magensäure.
Zwei Enzyme sind für die Bildung der Prostaglandinde verantwortlich
Der Wissenschaft ist es im letzten Jahrzehnt gelungen, die Bildung und Wirkweise dieser Prostaglandine genauer zu erforschen. Anfang der neunziger Jahre machte man eine wichtige Entdeckung: Bei der Bildung der Prostaglandine sind ZWEI Enzyme beteiligt: die Cyclooxygenasen 1 und 2, kurz COX-1 und COX-2.
Zwischen den beiden Enzymen gibt es einen entscheidenden Unterschied: COX-1 hilft z.B. bei der Bildung der magenschützenden Prostaglandine. COX-2 dagegen ist vorrangig für die Bildung von Prostaglandinen verantwortlich, die Schmerzen und Entzündungen auslösen.
Entwicklung von magenschonenden Schmerzmitteln
Dieses Wissen nutzten die Forscher, um eine neue Generation von Antirheumatika zu entwickeln. Bis dahin gab es nämlich nur herkömmliche Antirheumatika, die sowohl COX-1 als auch COX-2 hemmen. Die herkömmlichen Antirheumatika beseitigen zwar die Gelenkbeschwerden, können aber auch zu schweren Magenproblemen (z. B. Blutungen, Geschwüren, Magendurchbrüchen) führen. Diese Nebenwirkungen blieben aber wegen der schmerzstillenden Wirkung der herkömmlichen Antirheumatika oft lange unbemerkt.
Durch die Entdeckung, dass an der Bildung von Prostaglandinen zwei verschiedene COX beteiligt sind, konnten Medikamente entwickelt werden, die nur die Bildung von COX-2 unterdrücken. Durch diese Medikamente werden gezielt nur die Prostaglandine gehemmt, die für Schmerzen und Entzündungen verantwortlich sind. Die Bildung der schützenden Prostaglandine bleibt dagegen unbeeinflusst. Die Folge: Die modernen Antirheumatika beseitigen die Gelenkbeschwerden und sind gleichzeitig viel besser magenverträglich als die herkömmlichen Antirheumatika.

Kortisonpräparate
Um die Entzündung zu unterdrücken und damit auch die Schmerzen zu lindern, werden oft Kortisonpräparate eingesetzt. Kortison kann viele Nebenwirkungen machen und sollte deshalb bei längerer Einnahme nur in niedriger Dosis genommen werden. Manchmal wird das Kortison nicht als Tablette verabreicht, sondern es wird direkt in das Gelenk gespritzt, um die Entzündung am Ort ihrer Entstehung zu bekämpfen.