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Blutuntersuchungen

Bluttests können bei Erkrankungen des Bewegungsapparates sehr informativ sein. Sie sind besonders dann sehr nützlich, wenn aufgrund der Krankengeschichte und der körperlichen Untersuchung schon ein gewisser Verdacht auf eine bestimmte Erkrankung besteht. So kann man durch Blutuntersuchungen z. B. häufig feststellen ob Anhaltspunkte für eine Entzündung und/oder eine Autoimmunerkrankung vorliegen.

Entzündung

Die Blutuntersuchungen können verschiedene Hinweise darüber liefern, was sich im Körper abspielt, z. B. können sich bei Entzündungen bestimmte Blutwerte verändern:

  • Blutbild und Eiweißbestimmung: Bei Entzündungen kann die Zahl bestimmter Zellen und Eiweiße im Blut verändert sein.
  • Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit (BSG): Messung, wie schnell die festen Blutbestandteile innerhalb einer Stunde in einem Messglas absinken. Ein rasches Absinken, also eine hohe BSG, deutet auf Entzündungen hin.
  • C-reaktives Protein (CRP): Test auf ein Eiweiß im Blut, das typischerweise bei Entzündungen vorkommt.

Autoantiköper und Rheumafaktor

Bei Autoimmunkrankheiten lassen sich im Blut häufig auch Antikörper gegen körpereigene Strukturen nachweisen – die so genannten Autoantiköper. Das sind Eiweiße, die aufgrund der fehlgeleiteten Reaktion des Abwehrsystems körpereigene Eiweiße angreifen und dadurch z. B. Entzündungen hervorrufen können.

Ein typisches Beispiel dafür ist der Rheumafaktor, der bei 70 bis 80 Prozent der Patienten mit rheumatoider Arthritis zu finden ist. Der Nachweis oder das Fehlen des Rheumafaktors sind jedoch kein eindeutiger Beweis für das Vorliegen einer rheumatoiden Arthritis, da der Rheumafaktor bei Erkrankten auch fehlen kann und gelegentlich auch im Blut von Gesunden vorkommt.