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Entzündungen
Wie macht sich eine Entzündung bemerkbar?
Eine Entzündung ist eine Reaktion des Körpers auf eine Schädigung von Gewebe bei verschiedenen Erkrankungen, Verletzungen oder Infektionen. Der Körper reagiert an der entzündeten Stelle mit
- Schmerzen
- Rötung
- Wärme
- Schwellung
- Funktionseinschränkung.
Bei Entzündungen von Gelenken kann sich Flüssigkeit im Gelenk sammeln und zu einem schmerzhaften Erguss führen.
Chemische Botenstoffe
Bei Entzündungen werden chemische Botenstoffe am Ort der Gewebsschädigung freigesetzt. Diese Botenstoffe
- erhöhen die Schmerzempfindlichkeit
- erweitern die Blutgefäße und machen sie verstärkt flüssigkeitsdurchlässig, was zu Rötung und Schwellung des entzündeten Gebiets führt
- locken Zellen des Abwehrsystems zum Ort der Schädigung
- aktivieren Gerinnungs-, Reparatur- und Vernarbungsprozesse.
Prostaglandine
Ein wichtiger Botenstoff, der bei Entzündungen freigesetzt wird, sind unter anderem die so genannten Prostaglandine, die bei Entzündungen die Schmerzempfindlichkeit steigern und verlängern können.
Weitere Funktion der Prostaglandine: Magenschutz
Prostaglandine steuern aber auch im gesunden Körper viele Prozesse. So hemmen sie z. B. die Sekretion von Magensäure und schützen dadurch die Magenschleimhaut oder wirken bei der Steuerung der Blutgerinnung und der Nierenfunktion mit.
COX-1 und COX-2: Auf die Form kommt es an
Die Prostaglandine werden im Gewebe durch zwei verschiedene Enzyme freigesetzt: die Cyclooxygenasen 1 und 2, kurz COX-1 und COX-2 genannt.
- COX-1 hilft bei der Bildung von Prostaglandinen, die wichtige Schutz- und Regelungsfunktionen im Körper erfüllen.
- COX-2 dagegen ist für die Freisetzung von Prostaglandinen verantwortlich, die Schmerzen und Entzündung fördern.
Herkömmliche Schmerzmittel greifen beide Enzyme an. Eine neue Generation von Medikamenten, die nur die Wirkung des Enzyms COX-2 unterdrücken, wirken dagegen gezielt gegen den Schmerz und die Entzündung, während die Schutzfunktionen der Prostaglandine in anderen Geweben erhalten bleiben.