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Häufige Fragen
Haben Sie Fragen zu Rheuma und Schmerz? Hier finden Sie sicherlich einige Antworten.
Frage:
Soeben habe ich erfahren, dass ich Rheuma habe. Heißt das, ich muss mit körperlichen Aktivitäten aufhören?
Antwort:
Grundsätzlich gilt: Bewegung tut den Gelenken gut, vor allem bei Rheuma. Doch das Ausmaß und die Art Ihrer Tätigkeiten sollte davon abhängen, welche Gelenke betroffen sind, wie schwer diese bereits in Mitleidenschaft gezogen sind oder ob sie gerade akut entzündet sind. Am besten Sie beraten sich mit Ihrem Arzt, welche die besten Übungen und Sportarten für Sie sind und Sie erarbeiten gemeinsam ein entsprechendes Trainingsprogramm.
Frage:
Ich habe Rheuma und meine Knie sind immer ganz steif, wenn ich längere Zeit gesessen bin. Ich habe bemerkt, dass ich mich weniger steif fühle, wenn ich stehe oder herum gehe. Wäre es besser, wenn ich die ganze Zeit in Bewegung bleibe?
Antwort:
Falls Sie über einen längeren Zeitraum sitzen müssen, dann sollten Sie immer wieder leicht Ihre Sitzposition verändern, um weniger steif zu werden. Drehen Sie zum Beispiel den Kopf immer wieder in verschiedene Richtungen und beugen und strecken Sie regelmäßig die Beine und Füße. Bereits diese leichten Bewegungen können vor ausgeprägter Steifigkeit bewahren.
Viele Menschen mit Rheuma machen die Erfahrung, dass sich ihre Gelenke und Muskeln nach längerem Sitzen oder Ruhe steif anfühlen, besonders dann, wenn sie zuvor bewegt wurden. Personen mit rheumatoider Arthritis, leiden beispielsweise unter einer typischen Morgensteifigkeit.
Bewegung scheint einige dieser Beschwerden zu bessern. Doch achten Sie darauf, die Gelenke nicht übermäßig zu belasten. Gerade bei Arthrose scheinen Ruhe und der vorsichtige Umgang mit seinen Gelenken die Steifigkeit zu lindern. Eine Überbeanspruchung der Gelenke macht es eher schlimmer.
Frage:
Was bedeutet eigentlich Rheuma genau?
Antwort:
Rheuma umschreibt verschiedene Krankheitsbilder, die mit Gelenkbeschwerden zu tun haben. Rheuma ist also keine eigenständige Erkrankung, sondern umfasst ganz unterschiedliche Krankheiten, die zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen können. Es gibt über 400 verschiedene rheumatische Erkrankungen, die unter dem so genannten rheumatischen Formenkreis zusammengefasst werden.
Frage:
Welche rheumatischen Beschwerden signalisieren mir, dass ich einen Arzt aufsuchen sollte?
Antwort:
Bei Gelenkerkrankungen ist vor allem eines wichtig: Je früher die Behandlung beginnt, desto besser und erfolgreicher schlägt die Therapie in der Regel an. Falls bei Ihnen anhaltende Schmerzen oder Gelenkprobleme wie Schwellungen oder Steifigkeit auftreten, sollten Sie zu Ihrem Arzt gehen.
Wenn Sie Beschwerden haben, weil Sie "es zum Beispiel beim Sport übertrieben haben" und diese nach kurzer Zeit wieder vergehen, müssen Sie nicht unbedingt sofort zum Arzt. Doch wenn die Beschwerden nicht innerhalb von kurzer Zeit vergehen oder Sie dauerhaft (länger als ein paar Tage) unter Beschwerden leiden, sollten Sie besser einen Arzt aufsuchen.
Frage:
Gibt es irgendwelche Nahrungsmittel, die ich lieber nicht essen sollte, weil sie eventuell die rheumatischen Beschwerden verstärken?
Antwort:
Im Allgemeinen hat eine Diät keinen großen Einfluss auf rheumatische Beschwerden. Es gibt aber ein paar Ausnahmen: Wenn Sie beispielsweise unter starker Gicht leiden, sollten Sie keine großen Mengen an Innereien, wie Leber oder Bries, verzehren. Diese Nahrungsmittel erhöhen den Harnsäurespiegel im Blut, was einen Gichtanfall auslösen kann.
Es gibt Studien, die darauf hin deuten, dass die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren aus Kaltwasserfischen (Lachs, Makrele, Hering) eine gewisse Linderung für Patienten mit rheumatoider Arthritis bringen.
Insgesamt ist eine gesunde Ernährung die beste Diät für Rheumapatienten. Achten Sie auf eine ausgewogene vitamin-, mineral- und ballaststoffreiche Kost mit viel Obst und Gemüse, Vollkorn- und Milchprodukten, Fisch und wenig Fleisch und Wurst. Genussgifte wie Alkohol oder Nikotin sollten Sie meiden. Wichtig ist es auch, auf sein Gewicht zu achten. Jedes überflüssige Pfund belastet die Gelenke zusätzlich.
Frage:
Meine Finger sind nicht mehr so beweglich wie früher. Kann ich dagegen etwas tun?
Antwort:
Fingerübungen können Ihre Finger bis zu einem gewissen Grad lockern, besonders im frühen Krankheitsstadium. Ihr Arzt empfiehlt Ihnen vielleicht eine physikalische Therapie, die dazu beiträgt, die Beweglichkeit zu erhalten und die Muskeln zu stärken.
Es gibt außerdem eine Reihe von Hilfsmitteln, die Sie bei vielen alltäglichen Situationen unterstützen können, bei denen Fingerfertigkeit gefragt ist. Beispielsweise
- erleichtern Deckelöffner (für Marmeladengläser etc.) Drehbewegungen und verringern den nötigen Kraftaufwand
- vereinfacht ein gebogener dünner Drahtgriff, mit dem man einen Knopf durch das Knopfloch ziehen kann, das Zuknöpfen
- können spezielle Kartenhalter beim Kartenspielen benutzt werden