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Beschwerden

Rückenschmerzen nachts und in Ruhe

Das wichtigste Symptom der Erkrankung ist der so genannte entzündliche Rückenschmerz. Diese Rückenschmerzen werden oft als tief sitzende Schmerzen in der Lendenwirbelsäule oder im Beckenbereich beschrieben, die in die Oberschenkel und Hüfte ausstrahlen. Typisch für die Schmerzen bei einem Morbus Bechterew ist außerdem, dass sie auch in Ruhe auftreten, und sich bei Bewegung bessern.

Häufig wecken die Schmerzen die Betroffenen in der zweiten Nachthälfte oder frühmorgens auf. Der Schmerz zwingt sie dazu, aufzustehen und umherzugehen, was ihnen Erleichterung verschafft. Häufig haben die Erkrankten morgens mit einer länger anhaltenden Steifigkeit der Wirbelsäule zu kämpfen, die sich bei Bewegung bessert.

Foto: Auge mit entzündeter vorderer Augenkammer und Regenbogenhaut

Weitere Beschwerden

Bei 30-40 % der Betroffenen kommt es im Laufe der Erkrankung zu Beschwerden außerhalb der Wirbelsäule:

  • Sehnenentzündungen: Bei circa 20-30 % der Patienten treten Schmerzen und Entzündungen der Sehnen, des Sehnengleitgewebes und der Schleimbeutel auf. Besonders typisch sind Entzündungen von Sehnenansätzen, etwa am Ansatzpunkt der Achillessehne am Fersenbein.
  • Augenentzündung: Bei etwa 30 bis 40 % der Patienten kommt es zu wiederkehrenden Entzündungen der vorderen Augenkammer und der Regenbogenhaut. Die Augen sind gerötet, schmerzhaft und es besteht eine Lichtscheu. Verklebungen können zu einer Einschränkung der Sehkraft führen.
  • Gelenkentzündungen: Bei circa 40 % der Fälle entwickeln sich Entzündungen im Bereich von Gelenken außerhalb der Wirbelsäule, meist in den großen Gelenken wie der Hüfte, dem Knie, oder der Schulter.

Gelegentlich tritt die Bechterew’sche Krankheit auch in Kombination mit anderen Erkrankungen auf, zum Beispiel chronisch entzündlichen Darmerkrankungen.