Inhalt
Welche Beschwerden kann eine rheumatoide Arthritis machen?
Am häufigsten von einer rheumatoiden Arthrits betroffen sind die Gelenke in den Händen und Fingern und den Füßen und Zehen. Selten sind auch andere Gelenke wie Wirbelsäule, Knie, Hüfte oder Schulter betroffen. Oft sind die Gelenke auf beiden Körperseiten symmetrisch entzündet.

Zeichnung: Hand, bei der über den Fingergelenken als Zeichen einer Entzündung orangefarbene Kreise gezeichnet sind
Schleichender Beginn
Meist beginnt die Erkrankung schleichend. Zunächst leiden die Betroffenen häufig unter ganz allgemeinen Beschwerden wie Fieber, Appetitlosigkeit; Gewichtsverlust oder Müdigkeit. Manche schwitzen nachts stark. Daneben kann besonders am Morgen eine Steifigkeit in den Gelenken auftreten, die sich erst nach langer Zeit bessert.
Schmerzen und Schwellung der Gelenke
Bei weiterem Fortschreiten der Entzündung treten Gelenkschmerzen auf. Die Gelenke schwellen an und bleiben oft über mehrere Wochen geschwollen. Sie sind kraftlos und die Gelenkform kann verschwinden, so dass z. B. die Knöchel der Hand bei geschlossener Faust nicht mehr zu erkennen sind. Damit verbunden sind in vielen Fällen kleine Knötchen unter der Haut. Auch Nervenschmerzen oder Sehnenscheidenentzündungen kommen häufig vor.
Verformung der Gelenke
Durch die Entzündung und die Zerstörung von Knochen und Knorpel können die Gelenke ihre Form verlieren und lassen sich nicht mehr richtig bewegen. Langfristig verursacht die rheumatoide Arthritis so starke Schmerzen und eine Zerstörung der Gelenke, die zu schweren Behinderungen führen kann.
Weitere Organe betroffen
In seltenen Fällen kann die rheumatoide Arthritis auch zu Entzündungen in anderen Organen führen. Je nach betroffenem Organ macht sich die Entzündung mit verschiedensten Symptomen bemerkbar, z. B. durch Atembeschwerden bei Befall der Lunge, Herzrhythmusstörungen bei Befall des Herzens oder einem geröteten Auge bei Beteiligung der Augen.
Unterschiedlicher Verlauf
Der Krankheitsverlauf kann sehr unterschiedlich sein. Bei manchen Betroffenen sind die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen nur sehr wenig ausgeprägt. In den meisten Fällen treten die Beschwerden in Schüben auf, bei denen sich beschwerdefreie Zeiten und Phasen mit sehr starken Symptomen abwechseln. Gelegentlich kann die Erkrankung sehr aggressiv verlaufen und innerhalb kurzer Zeit zu schwersten Verformungen und Behinderungen führen.