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Arthrose und Rheuma - was nun?
Informieren Sie sich
Nur wer informiert ist, kann bei der Behandlung aktiv mithelfen. Ein wichtiger Bestandteil der Rheuma-Therapie ist deshalb die Aufklärung der Betroffenen über ihre Krankheit. Allein dadurch lässt sich oft schon der körperliche Zustand verbessern. Viele unerwünschte Ereignisse können vermieden werden, wenn Sie gut Bescheid wissen. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt die Krankheit und Therapie genau erklären.
Hier finden Sie eine Auswahl interessanter und nützlicher Internet-Seiten, die weitere Informationen zum Thema Rheuma bieten. [weiter ...]
Tauschen Sie sich mit anderen aus
Auch eine Reihe von Selbsthilfe-Organisationen, z. B. die Rheuma-Liga, bietet umfassendes Informationsmaterial zu den verschiedenen rheumatischen Erkrankungen an.
Vielen Patienten hilft auch der Austausch mit anderen Betroffenen. Besuchen Sie z. B. Selbsthilfegruppen, wo Sie mit Gleichgesinnten Ihre Erfahrungen austauschen können. Auch psychologische Beratung oder Psychotherapie können dazu beitragen, die Erkrankung zu verarbeiten. Psychische Faktoren beeinflussen z. B. die Schmerzempfindung.
Hier finden Sie die Internetseite der Deutschen Rheuma-Liga und ihrer regionalen Untergruppen. [weiter ...]
Sprechen Sie über Ihre Krankheit
Teilen Sie Ihr Wissen mit Ihrem Partner, Ihrer Familie und Freunden. Umfassende Informationen können auch Ihre Angehörigen beruhigen. Sie schaffen gleichzeitig das Verständnis für die Auswirkungen Ihrer Krankheit. Der Freundes- und Familienkreis kann Ihnen eine große Stütze sein.
Bei vielen Gelenkerkrankungen sind die Beschwerden nicht immer gleich. Sagen Sie nahe stehenden Personen, ob Sie Schmerzen haben und wie Sie sich fühlen. Es liegt bei Ihnen, ob und wann Sie Ihren Kollegen von Ihrer Erkrankung erzählen möchten. Sie werden vielleicht angenehm über deren Anteilnahme überrascht sein.
Auch Kinder sollten informiert werden. Am besten ist es, zu erklären, warum Sie sich müde oder unwohl fühlen. Das hilft ihnen auch zu verstehen, warum Sie nicht immer an den Aktivitäten teilnehmen können, die Ihnen Spaß machen.
Lassen Sie sich helfen
Sie werden feststellen, dass die Menschen, die Ihnen nahe stehen, Ihnen helfen wollen. Sprechen Sie mit ihnen darüber, welche Hilfe für Sie angenehm wäre. Lassen Sie sich aber nicht alles abnehmen. Besonders wichtig ist das im Zusammenleben mit Ihrem Partner, denn Ihre Krankheit wird es vielleicht erfordern, dass Sie die Hausarbeit neu organisieren und Aufgaben anders aufteilen.
Auch Freunde und Bekannte können Ihnen helfen. Falls Ihnen etwa ein Händedruck bei der Begrüßung Schmerzen bereitet, schlagen Sie ein anderes Begrüßungsritual vor, z. B. sich am Arm halten oder auf die Schulter klopfen. Erklären Sie Ihren Mitmenschen, dass für Sie manche Bewegungen schwierig sind, wie aus dem Auto auszusteigen oder aus bequemen Polstersesseln aufzustehen. Bitten Sie um Hilfe beim Aufstehen durch Hochziehen, indem Sie unter den Armen gehalten werden – und nicht durch Ziehen an Armen oder Händen.
Bleiben Sie aktiv
Wer rastet, der rostet. Das gilt auch für die Gelenke bei Rheuma. Gerade Bewegungsmangel kann den Schmerz sogar verstärken. Achten Sie deshalb auf ausreichende Bewegung, z. B. durch tägliche Gymnastik oder regelmäßigen Sport.
Pflegen Sie auch Ihre Hobbys weiter. Sie tragen zur Vitalität bei und bringen mehr Spaß ins Leben. Und manche Hobbys, z. B. Radfahren oder Schwimmen, bieten sogar die Möglichkeit, sich gleichzeitig zu bewegen und soziale Kontakte zu pflegen.
Auch wenn Sie vielleicht nicht mehr an allen Aktivitäten teilnehmen möchten – halten Sie soziale Kontakte aufrecht. Schlagen Sie z. B. statt eines Tennismatches einen Spaziergang oder einen Kinobesuch vor.
Achten Sie auf eine gesunde Ernährung
Heilung durch eine "Rheumadiät" gibt es nicht, doch eine Ernährungsumstellung kann in manchen Fällen unterstützend wirken. Am besten ist ein Speiseplan mit viel Obst und Gemüse, Fisch sowie fettarmen Milchprodukten. Es gibt außerdem Studien, die darauf hin deuten, dass Diäten mit Omega-3-Fettsäuren aus Kaltwasserfischen (Lachs, Makrele, Hering) eine gewisse Linderung für Patienten mit rheumatoider Arthritis bringen. Auf Alkohol und Zigaretten sollte man so weit wie möglich verzichten, da sie zur Bildung von freien Radikalen führen können, welche die Entzündungsprozesse verschlimmern können.
Übergewicht sollte auf jeden Fall abgebaut werden. Doch vermeiden Sie radikale Fastenkuren oder Nulldiäten. Am besten Sie sprechen mit Ihrem Arzt, der Ihnen sicherlich einen geeigneten Diätplan vorschlagen wird.
Bei rheumatischen Erkrankungen kann es im Verlauf auch zu einem Schwund von Knochenmasse kommen, der Osteoporose. Achten Sie auf ausreichende Kalziumzufuhr, am besten mit fettarmen Milchprodukten, um einer Osteoporose vorzubeugen. Wichtig ist viel Bewegung – möglichst im Freien. Dabei wird Vitamin D in der Haut gebildet, das die Kalziumaufnahme verbessert.